Kontinente - Amandúr

*Amandúr, Chilán sîh Anelle! - Amandúr, Feuer in der Nacht! *
Lobpreisung amandúrischer Beleon

Amandúr - Besonderes

Eine der bedeutsamsten Personen für ganz Amandúr ist gewiss Ýsyos. Hier habt Ihr eine kurze Übersicht über sein Schaffen und seine Bedeutung für den Kontinent:

Aus "Das Kaiserreich Nór: Eine kurze Geschichte"
Von Ereim Kal, Historiker und Philospoh

Vor langer, langer Zeit als die gefallenen Großreiche noch nicht existierten, da lebte ein stolzer, zielstrebiger Mann auf Amandúr.
Er wurde auf der Insel Hórad als Sohn einer angesehenen Frau geboren, doch entfloh diesem Leben bald und erreichte das Festland Mimírhuns. Er war schlank und groß von Gestalt, mit leuchtenden, kupferfarbenen Haaren und grauen Augen deren strenger, gerechter Blick bald den halben Kontinent überstrahlen sollte.
Sein Name war Ébenje "Ýsyos" Ahqabal, genannt Ýsyos.
Es dauerte nicht lang, und jener junge Mann wurde vom Volke in hohe und höchste Ämter erhoben. Ýsyos war ein tüchtiger Arbeiter und setzte sich sehr für das Wohl des Dorfes ein, in welchem er sich niederließ. So war es nicht verwunderlich das er schon bald in den regionalen Rat, kurz darauf in eine höhere Position unter Vertretern des ganzen, damals demokratisch organisierten, Großreiches Barac-Sil gewählt wurde. Er zog in die damalige Hauptstadt Azhahbat. Nun konnte ihn nichts mehr halten. Das Volk war begeistert von seinen Ideen und wie er diese durchsetzen wollte, der Gegner wenige und machtlose Leute.
Schließlich hatte er das höchste Amt des ganzen Großreiches inne - seine steile Karriere hatte, so schien es damals vielen, ihren Höhepunkt erreicht.
Doch dem war nicht so. Im Monat der Miráhc des damals gültigen allgemeinen Kalenders hielt Ýsyos in Azhahbat eine entscheidende Rede für das Volk - Tausende hörten ihn und gaben seine Worte weiter:
"Höre, Volk, höre: Nicht dein Herr bin ich, noch dein Diener! Nicht dein Sklave, noch dein König! [...] Frei bist du, Volk, und frei bin ich - denn das Volk ist ich! Und ich bin das Volk!"
Jene Worte donnerten weit durch das Volk bis tief in die Provinzen angrenzender Länder, inzwischen bestehender Großreiche, Völker und Nationen. Jene nie vergessenen Worte machten Ýsyos zum Tenýa, zum Kaiser.
Er wurde bejubelt und gefeiert in jenen Tagen. Die Höchsten unter den Hohen übertrugen ihm ihre Macht und ihre Ämter, das Volk blickte zu ihm auf und sah sich selbst dort oben stehen, gewandet in das Grün der Hoffnung, das satte Grün fruchtbarer Erde und einer strahlenden Zukunft, ein Grün, welches das sandige Land mit Leben füllte und Herzen überquellen ließ.
Die folgenden Jahre brachten dem Lande eine unvergessen fruchtbare Zeit, ein jeder feierte sich selbst wie einen Tenýa und verehrte Ýsyos wie einen Gott. Man vergaß die alten Götter und brachte stattdessen ihm, der sich offen und wie jeder andere unter dem Volk aufhielt, kostbare Geschenke dar, dankte ihm des Morgens wie des Abends, und feierte Feste zu seinen Ehren. Die frohe Zeit nahm kein Ende. Auch nicht als Ýsyos Jahre später, inzwischen wahrhaftig als Gott verehrt, ein Nachbarland nach dem anderen einnahm. Er besiegte die Großreiche Astále und Beranolis, Colominies und Esselion, sowie viele kleinere Länder und spätere Großreiche und formte daraus das unvergleichliche Kaiserreich Nór.
Er ließ eine heilige Stadt bauen und nach ihm benennen, Tempel wurden ihm geweiht, Priester berieten ihn in allen Lagen. Doch nie verlor Ýsyos den Kontakt zum Volke, welches seiner so auch nie überdrüssig wurde. Ýsyos war eine Wohltat für sein Reich und die darin lebenden Völker.
Längst war die Stadt Ýsyos zur Hauptstadt gekürt worden, der Tenýa lebte, wohnte und regierte dort, obwohl er sich manchmal in die wüste, frühere Hauptstadt sehnte.
Die kupferne Farbe seines Haares war lange verblasst und der Blick seiner Augen verschwommen, als Ýsyos schließlich in hohem Alter eines natürlichen Todes starb. Doch Ýsyos, der seinen Tod nicht kommen sah, starb, und man sagt so haben ihm die Götter Gnade gewährt, in Azhahbat, wo er sich heimisch gefühlt hatte.
Seine letzten Worte waren "Syldanibé, Telarill." - "Verzeiht mir, ihr Götter."
Das Kaiserreich Nór zerfiel schließlich nach dem fruchtlosen Versuch Tash'áls, es zusammen zu halten. Ýsyos hatte keine Nachfahren und Tash'ál konnte die Einheit des Landes nicht bewahren. So zerbrach das glorreiche Kaiserreich Nór wieder in Großreiche, doch auch deren Tage waren bereits gezählt...

Einige Stichpunkte über das Kaiserreich Nór: Ýsyos herrschte indem er das Reich extrem zentralistisch anlegte und für die verschiedenen Regionen seines Reiches Regenten einsetze.
Keine Entscheidung durfte ohne Absprache getroffen werden, die Regenten hatten keine freie Hand und waren nur dazu da in ihrer Region die für das ganze Kaiserreich erlassenen Gesetze durchzusetzen. Es gab einen Regenten für die Westküste und drei für die Ostküste Mimirhúns, einen für die Jila und ein Regentenpaar für Mocénur.
Die Westküste war damals deutlich unbedeutender und wirtschaftlich schwächer - der Handel mit Bel-Thinill war bei weitem nicht so ausgebaut und effizient wie heutzutage, dafür florierte der Handel zwischen Untermocénur und der Ostküste Mimirhuns. Der Kontinent zwischen den Küsten, bzw. die Handelsstraße, wurde von der Armee kontrolliert. Die Völker dort galten als wild, fast wie Tiere und nicht als Teil des Reiches. Deswegen gab es für diesen Bereich keinen Regenten.
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